A0024 Selbstmanagement – bleib cool!

Wie du dich selbst coacht.

Kennst du das, du gehst in großen Schritten voller Energie und guter Laune zur Arbeit.

Und dann – ein Ereignis – und du bist wütend, ärgerlich, und sogar niedergeschlagen.

Mir ging es diese Woche so.  Mir passierten gleich zwei dumme Ereignisse.

Ich bekam einen unmöglichen Auftrag, dieser war inhaltlich, strukturell und professionell nicht in der gewünschten Zeit zu erledigen und ich mußte ihn ablehnen.

Dann habe ich eine Teilnahmebescheinigung erhalten, die fehlerhaft ausgestellt war, das Datum war falsch. Da ich die Bescheinigung dringend für den Einkauf einer Software (Preisreduzierung) benötigte machte ich mich auf dem Weg sie berichtigen zu lassen. Ihr könnt euch schon vorstellen was passierte. Ich wurde durch ganz München von Büro zu Büro geschickt ohne Aussicht auf Erfolg.

Jeder Typ reagiert äußerlich unterschiedlich auf derartige Situationen. Ich jedenfalls war kurz davor wie ein Dampfkessel zu platzen. Wie reagierst du in derartigen Situationen?

Und dann saß ich in dem Büro eines netten aber hilflosen Angestellten und wußte, dass gerade er nun überhaupt nichts dafür konnte und es jetzt falsch sein würde zu platzen. Ich ließ meine Wut daher nicht an ihm aus.

Ich konnte nur sagen “That`s life” und er sagte, aber bitte nicht so oft. Wir lachten.

Ja, das sind die Momente, in denen man spürt, dass man lebst.

Mein Blutdruck war jedenfalls hoch. Mein Kopf rot und ich schwitze vor Ärger.

Je nachdem wie wir gepolt sind, reagieren wir auch körperlich unterschiedlich. Meine Kollegin reagiert dann immer mit eine Magen-Darm-Störung. Bei mir geht der Blutdruck hoch. Wie reagierst du, welche Symptome stellen sich bei dir ein?

Derart negative Gefühle können uns schon sehr herunterziehen. Wenn dies mal passiert, dann stecken wir das in der Regel gut weg. Aber wenn wir in einer Phase sind, wo ein negatives Ereignis nach dem anderen auf uns zu kommt, müssen wir uns schon ganz schön zusammen reißen und cool bleiben.

Da helfen uns nur Coachingstrategien weiter um unser Selbst gut durch die Krisen zu managen.

1. Reagierst du gern einmal emotional in bestimmten Situationen?

Dann brauchst du dringend einen Unterbrecher. Wenn Emotionen wie Angst, Ärger, Wut, Trauer im Spiel sind dann ist unser Urteilsvermögen und unsere Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigt.

Atemübungen bieten sich an um mit unangenehmen Situationen umzugehen.

Versetze dich in einen achtsamen Zustand und nehme einen tiefen Atemzug. Strecke dabei die Hände hoch, gehe auf die Zehenspitzen und dann lasse die Arme fallen und schwinge dich in die Hocke. Wiederhole die Übung bis du das Gefühl hast unwichtige Gedanken aus deinem Kopf geräumt zu haben. Durchatmen und sich dabei bewegen hilft dir Abstand zu gewinnen.

2. Was erfährst du über dich?

Reagierst du sehr emotional, dann kannst du dir sicher sein, dir bedeutet etwas sehr viel. Vielleicht wurde etwas von dir, was du für sehr wertvoll hältst verletzt. Gehe daher in die Selbstreflexion und prüfe deine Gedanken auf die emotionalen Einflussfaktoren wie Gruppendruck oder Angst vor Konfrontation. Schließe deine Augen:

Was kommt aus deinem inneren wieder hoch? Was stört dich besonders stark? Wo spürst du es? Wie ist dein Atem?

Dann entlasse diese Faktoren aus deinem Denkprozess. Gehe in den Abstand. Schüttle Hände und die Beine aus.

3. Betrachte deine Situation nüchtern und logisch.

Wäge ab, welche Optionen du hast, schreibe dir alles auf. Frage dich, welche Option kommt für dich in Frage. Brauchst du Unterstützung, dann suche dir entsprechende Hilfe. Brauchst du Klarheit, dann schaffe dir im Kopf Raum für unterschiedliche Alternativen. An der Vergangenheit ist nichts zu ändern, aber du kannst die Zukunft mitbestimmen. Treffe deine Wahl, cool und entschlossen, ohne einen bedauernden Blick zurück. Schließe die Augen, spüre nach, fühlt es sich gut an?

4. Achtsamkeit macht entscheidungsfähig

Wenn du eine achtsame Haltung einnimmst, dann wirst du in der Lage sein zentrierter zu werden und dich klarer wahrzunehmen. Du wirst dich nicht überfordert fühlen, sondernd deine Aufgaben couragiert angehen. Es stärkt dein Vertrauen und mindert den Stress. Atme nochmals gut durch und öffne deine Augen.

Wie geht es Dir?

Du wirst überrascht sein, wie gut Du dich dem Sog deiner Emotionen entziehen kannst.

Wie ging es mir?

Nachdem ich meine Übung gemacht hatte, ging es mir auch schon gleich besser. Ich konnte die Situation so nehmen, wie sie nun einmal ist. Später traf ich mich mit einer Freundin auf einen Kaffee und wir lachten über die Pannen, die uns im Leben so passieren.

Ich wünsche Dir viel Erfolg in deiner Welt

Gehe achtsam mit Dir um
Esther Wolfram

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