Drei Wochen ohne Internet – geht das?

 Internetverzicht

Ich musste jetzt mal raus aus der Stadt. So sehr ich das urbane Leben der Stadt liebe – manchmal ist es doch zu laut, zu voll, zu eng und zu hektisch. Hin und wieder brauche ich eine Auszeit um Ruhe zu tanken.

Ich bin im Juni in die Alpen gefahren, um den einen oder anderen Berg zu besteigen. Wenn ich aufsteige, dann ist das für mich als ungeübten Stadtmenschen mit nicht unerheblicher Anstrengung verbunden. Beim Gehen konzentriere ich mich nur auf den Weg. Alle anderen Gedanken sind störend, da sie mich ablenken. Der Kopf bleibt daher herrlich frei. Und ich fange an die Natur neu zu entdecken. Unterwegs findet man wilde Azaleen, Vier-Blatt-Kleeblätter, hört das Zwitschern der Vögel und das Rauschen der Bäche. Ein warmes wohliges Gefühl macht sich breit. Ich genieße das Dasein im Hier und Jetzt. Oben am Ziel angekommen werde ich mit einer herrlichen Aussicht belohnt.Ich kann mich gar nicht genug sattsehen. Und dann spüre ich, was mir in der letzten Zeit gefehlt hat. Die Seele baumeln lassen zu können ist ein wichtiger Prozess für meine Kreativität. Den Gedanken ihren freien Lauf lassen. Eins mit dem Hier und Jetzt sein.

Auf meinen „Auszeiten“ so nenne ich meine Ausflüge in die Natur, nehme ich mir für schlechte Wettertage einige Bücher und wetterfeste Kleidung mit. Ich habe meine Malsachen dabei und einen Fotoapparat. Eindrücke kann ich festhalten und dann später hervorholen, um bestimmte Gefühle, Eindrücke und Gedanken zu einem anderen Zeitpunkt neu zu beleben.

Außerdem arbeite ich an den Tagen meiner Auszeit an meinen Visionen, Ideen und Zielen. Und das völlig frei und sehr kreativ. Wenn der Kopf erst einmal leer ist und die täglichen Pflichten schlicht nicht vorhanden sind, dann kommen mir auch völlig unerwartet neue Ideen. Ideen die ich für meine Projekte nutzen kann. Dies alles halte ich in meinem Tagebuch fest. Zunächst schreibe ich alles ungeordnet auf, später ordne ich die Ideen und in einem dritten Schritt prüfe ich die Machbarkeit und wandle sie in Ziele um. Die strategische Umsetzung plane ich für das kommende Jahr. Wie ich das mache erkläre ich euch in einem E-Mail-Lernkurs zur kreativen Ziel-Gestaltung mithilfe eines Tagebuchs. Dieser Kurs ist fast fertig. Zusätzlich wird es eine Überraschung geben. Mehr verrate ich noch nicht. Der Email-Lernkurs wendet sich an alle, die wieder oder verstärkt mit ihren kreativen Potentialen arbeiten wollen und nicht wissen, wie damit zu beginnen ist. Hier in der Natur gestalte ich gerade eine kleine Überraschung für meine Blogleser. Seid gespannt ich bin es auch.

Da ich als Online-Coach viel im Internet unterwegs bin, brauche ich natürlich auch immer eine sehr gute Netzverbindung. Hier in den Alpen, besonders zwischen den Bergen und den Ländergrenzen ist die Internetverbindung sehr schlecht. Meistens kann ich zwar erkennen, dass ich eine Mail erhalten habe, aber Anhänge und alles andere konnte ich nicht öffnen. Audio und Videodateien schon gar nicht. Ich war also getrennt vom Internet. Und das war gut so.

Was hat die Auszeit für mich gebracht:

– ich habe Abstand gewonnen.
– ich erkenne die Zeitfresser besser- diese werde ich abstellen.
– für die Zukunft, werde ich die Medien überlegter nutzen.
– was (Blog, Videos, Socialmedia…) bietet mir wirklich einen Mehrwert.
– Kommunikation ja, aber nicht nur über das Internet.
– Achtsamkeit, der eigenen inneren Stimme gegenüber.
– weniger Ablenkungen und dafür mehr Konzentration auf das Wesentliche.
– Zeit für mich und meine kreativen Ideen in den Wochenplan einbauen.
– Natur sehen und erleben.
– Freiheit körperlich spüren.
– mich im Hier und Jetzt befinde.

Vor allem ist mir klar geworden, um nicht unnötige Zeit im Internet zu verplempern benötige ich Medienkompetenz. Das heißt, einen sinnvollen Umgang mit den Medien zu finden.

Wie erreiche ich Medienkompetenz?

Hier ein paar Beispiele um die eigene Medienkompetenz zu stärken. Diese Liste kann gern von dir in den Kommentaren erweitert werden:
– 2 Tage in der Woche ohne Internetverbindung verbringen
– keine Zeit im Internet verschwenden, sich nur gezielt auf die Suche begeben
– lieber ein gutes Buch lesen, als langweilige Online-Werbevideos zu schauen
– Tagebuch führen und sich nicht ablenken lassen
– eigene Kompetenzen zur Beurteilung der Medien nutzen statt unkontrolliert im Netz herum zu surfen
– sich mit Freunden im realen Leben treffen
– sich mit Internet Freunden zu einem Thema treffen
– Netzwerke schaffen zu ähnlichen Interessen
– Auszeiten einplanen und Wandern oder Spazieren gehen, sich in der freien Natur bewegen, regelmäßig Sport treiben
– etwas für die eigene Lebensqualität tun
– den notwendigen Abstand zu den Medien einhalten
– Meditieren, Nichts-Tun, den Kopf leeren
– die Abhängigkeit von der Medienwelt hinterfragen
– die eigene Internetidentität überprüfen
– das Netz nutzen um räumliche und zeitliche Entfernungen zu überwinden, Kontakte zu halten und zu nutzen
– gute Artikel verbreiten, ohne Rücksicht darauf, ob es die eigenen oder die der anderen sind (natürlich mit Quellenangabe)
– Mehrwert stiften
– Denken anregen, Gedanken denken, Menschen für gute Ideen begeistern

Ich möchte dich fragen, wie viel Zeit verbringst du täglich im Internet?

Leistest du dir auch mal eine Auszeit vom Netz?

Wie ist es für dich, wenn du nicht mehr erreichbar bist oder du andere nicht mehr erreichen kannst?

Wie verbringst du die Internet-freie-Zeit?

Schreib mir gerne eine Mail oder etwas in den Kommentaren.

Ich bin gespannt auf deine Meinung zum Thema Internetverzicht.

Hast du Interesse an deinem kreativen Selbst zu arbeiten, dann melde dich bei meinem Newsletter an, damit du meine Überraschung nicht verpasst.

Bis bald. Gehe achtsam mit dir um, Esther Wolfram

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.