A0022 Wir leben in einer Zeitenwende. Ein Appell aktiv zu werden.

In diesen Zeiten, sich nicht von negativen kollektiven Gefühlen leiten lassen, geht das?

Privat, beruflich und als Coach kann ich beobachten, dass wir in einer Zeit des Wandels leben. Viele Menschen sind sehr beunruhigt und haben Angst vor der Zukunft. Nicht zuletzt durch viele politische Ereignisse. Aber auch die Medien berichten gerne von panikmachenden Ereignissen und Schlachten diese unangemessen aus. Seit „Nineeleven“ ist Terror in den Nachrichten. Der Flüchtlingsstrom hat viele Menschen durch verunsicherten Debatten irritiert. Und die Digitalisierung der Welt macht vieles schwer fassbar. Unsere Welt erscheint uns sehr Komplex. Wir blicken oft nicht mehr überall durch. Das erzeugt Angst.

Andere Menschen wiederum spornt dieser Wandel zu neuen Ideen und Taten an. Diese sehen sehr optimistisch in die Zukunft. Sie nutzen die Möglichkeiten, die heute geboten werden. Heute kannst du viel stärker deine Persönlichkeit weiterentwickeln. Du kannst Kurse besuchen, dich weiterbilden, dein Leben umgestalten. Du kannst dich ehrenamtlich Engagieren, dich für bestimmte Ideale einsetzen, oder etwas ganz eigenes aufbauen, wie z. B. ein Wohnprojekt für mehrere Generationen oder Gärtnern in Städten usw.

Veränderungen machen Angst

Meine These ist, das was zurzeit die Menschen beunruhigt, ist das Wissen oder Spüren, es verändert sich Wesentliches, ohne genau zu wissen was das Wesentliche ist. Es fühlt sich vermutlich so an, wie es sich für unsere Urgroßmütter und Urgroßväter angefühlt hat, als sie vom Wandel der Industrialisierung überrascht wurden.

Wir werden jetzt vom digitalen Zeitalter überrascht. Die Globalisierung überfordert uns. Die Informationsflut irritiert uns. Orientierungslosigkeit macht sich breit.

Aus der Geschichte wissen wir, dass es viele unterschiedliche Zeiten des Umbruchs gab. Diese wurden von Kritikern und Befürwortern einer Zeitepoche begleitet. Wenn wir die alten Schriften lesen, erfahren wir, dass in mancherlei Hinsicht mal die eine Seite, dann die andere Seite, Recht mit ihren Annahmen hatten. Was lehrt dies uns? Dass Veränderungen immer Gefahren, aber auch Chancen beinhalten. Es liegt daher an uns Menschen, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen. Wir haben dies in unserer Hand.

Befinden wir uns in einer Übergangsphase?

Übergangsphasen, wie z. B. Krisen, haben eine Struktur. Die Struktur verläuft vom Alten zum Neuen und dazwischen liegen die Trennungsphase, die Schwellenphase und die Wiederangliederungsphase. Die Übergangsphasen werden begleitet durch Rituale. Durch Rituale fällt es den Menschen leichter sich zum Neuen hinzuwenden. Rituale sind sinnstiftend. (z. B. Hochzeit, Jugendweihe etc.).

Wir spüren  den Wandel der Zeit vor allem im beruflichen Kontext, aber auch in den privaten Beziehungen. Mithilfe neuer Technologien erhalten Menschen neue Zugänge zu Bildung, Informationen und zu andern Menschen.  Und genau dieser Prozess, regt  Menschen zum Umdenken an. Menschen mit gemeinsamen Interessen und Zielen haben die Möglichkeit sich leichter zusammen zu schließen. Diese Veränderungen können wir am Verhalten der Menschen (Verhaltensänderungen) und in den Einstellungsänderungen (Umdenken) beobachten.

Der wichtigste „Softfactor“ in Übergangsphasen ist der Mensch selbst. Der Mensch ist Antreiber und Adressat zugleich. Menschen die dies erkennen, wollen nicht länger nur Bittsteller sein, sondern dafür sorgen, dass die Welt durch ihr Tun zu einer besseren wird. Menschen sehnen sich nach sinnvollem Tun und nicht nach einem fremdbestimmten Dasein. Es werden immer mehr Stimmen laut, das Hamsterrad zu verlassen, um ein Leben entsprechend der eigenen Talenten und Fähigkeiten zu führen. Andere wachen erst nach einem Burn-out auf und ändern dann ihr Leben.

Wie können wir es schaffen, dass uns der Wandel gelingt? 

Was können wir zum gesellschaftlichen Wandel beitragen? Was können wir tun, damit uns, unserer eigener und persönlicher Wandel in Zeiten des Umbruchs gelingt?

Die Antwort ist einfach und banal: Wir müssen handeln, statt abwarten! Indem wir so handeln, dass wir unsere Talente leben, ein glückliches Leben anstreben, nach unseren humanistischen Vorstellungen und Werten handeln, werden wir frei sein, um positiv auf andere Menschen zuzugehen.

Gemeinsam können wir uns unterstützen, so kann jeder seine eigenen Potentiale leben. Wenn wir den anderen besser verstehen und weniger neidisch auf den anderen sind, gibt es keinen Grund mehr auf andere herabzuschauen und durch negatives Verhalten wieder  negatives Verhalten beim anderen hervorzubringen.

Wenn wir unsere „Raubtiermentalität“ abzulegen lernen, uns zusammenschließen für sinnvolle Projekte, dann haben wir eine Chance, dass sich der Wandel zum Guten wendet. Auch wenn es immer wieder Menschen geben wird, die versuchen werden diesen Prozess zu verhindern, da sie aus dem Leid anderer einen Nutzen ziehen. Diese Menschen werden dann verlieren, wenn die Menschheit dies erkennt.  Heute haben wir so viele Möglichkeiten Einfluss zu nehmen und dafür auch die sozialen Medien zu nutzen. Ein Wandel bringt so viel Chancen und Möglichkeiten mit sich und folgt nicht nur einer Vision, sondern bietet eine positive Zukunftsaussicht, die es zu gestalten gilt.

Bereits heute schon können wir die ersten Tendenzen des Wandels in der beruflichen Welt beobachten. Der Wandel ist nicht mehr aufzuhalten. Viele Unternehmen fangen an umzudenken und schaffen eine neue Arbeitswelt. Diese Unternehmen bieten den Mitarbeitern Möglichkeiten zur Selbstentfaltung und zur Stärkung ihrer Selbstkompetenzen.

Wandel in der Arbeitswelt

Heute brauchen Unternehmen Menschen, die innovativ denken, die sich in Kundenwünsche einfühlen und die Produkte schaffen, die Nachhaltigkeit erzeugen. Sinnloses konsumieren ist out.

Menschen werden immer kritischer und hinterfragen die Dinge, z.B. wie etwas produziert und wozu etwas produziert wurde sowie warum wir diese Produkte überhaupt brauchen. Es zählt immer mehr der Mensch davor und dahinter (be to be). Auch bei den Entscheidungsfindungen zählen nicht mehr nur sachliche Fakten, sondern auch der soziale Nutzen.

Ich sehe daher sehr optimistisch in die Zukunft. Jeder Mensch ist ein Teil dieser Entwicklung und kann viel dazu beitragen. Jeder ist aber auch für die gesellschaftliche Entwicklung mitverantwortlich. Dabei ist es wichtig eine wachen Geist zu haben, sich zu bilden, Dinge zu hinterfragen und Ideen beizusteuern.

Wissen schützt vor Orientierungslosigkeit

Wissen ist heute für jeden zugänglich, unwissend braucht in unserer Gesellschaft niemand mehr zu sein. Jeder kann für den andern ein Potentialentfaltungscoach sein. Steuere deinen Teil zum Wandel der Zeit bei. Viele tun es schon.

Ich freue mich, wenn Du von deinen Ideen berichtest, von deinen Projekten erzählst, auch von den Hindernissen, oder Fragen, die Dich beschäftigen. Wenn Du Anregungen für deinen Wandel suchst, dann bewerbe dich für die Coachinggruppe „Coaching Elemente“ auf Facebook oder trage dich für den Newsletter ein. Ich freue mich von Dir zu hören.

Bis dahin eine gute Zeit und gehe Achtsam mit Dir um.

Esther Wolfram

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